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Die Gemeinde stellt sich vor

Die Ortsgemeinde Grundlsee hat ihren Namen nach dem gleichnamigen See und besteht aus fünf Orten. Im Uhrzeigersinn - im Norden des Sees beginnend - ist der Ort Bräuhof, dann Gößl - Archkogl - Untertressen - Mosern bis wieder Bräuhof. Als interessantes Detail kann man bemerken, daß es keinen Ort Grundlsee gibt, sondern eben der See der Gemeinde den Namen gab. Die Ortsgemeinde ist flächenmäßig eine der größten der Steiermark und hat 152,22 km2, das bewohnte Gebiet hat eine Durchschnittshöhe von 750 m und die ständige Wohnbevölkerung beträgt 1.294 Personen (2001). Der Grundlsee ist auch der größte See der Steiermark (4,14 km2).

Die "Viertelmänner"

Die untersten Organe der seinerzeitigen Herrschaftsverwaltung waren die vereidigten, sogenannten "Viertelleute". Jedes Viertel im Herrschaftsbezirk hatte seinen "Viertelmann", und so war um 1790 der Fischmeister Josef Kain für das Grundlseer Viertel der Verantwortliche. Soviel wie heute Bürgermeister und Polizist in einem, mußte er bei Todesfällen sogleich die Vermögenssperre vornehmen, auch darauf achten, daß nächtliche Gesellschaften von ledigen Burschen und Mädchen dem Pflegeamt angezeigt werden, sowie u.A. achten, daß weder auf der Straße noch in den Ställen offenes Licht, sondern die vorgeschriebene Laterne gebraucht wird. In den alten Kirchenbüchern der Pfarre Aussee, zu der Grundlsee bis 1952 gehört hat, ist ersichtlich, daß der jeweilige Viertelmann auch gerne als Trauzeuge gebeten wurden.

Die Bürgermeister
1861 - 1908 (48 Jahre) Franz Gaiswinkler, vlg. Karler, Mosern 13 (8) Jagdleiter
1908 - 1922 Roman Hopfer, vlg. Frosch, Bräuhof 3 Landwirt
1922 - 1932 Rudolf Spieler sen, Bräuhof 42 Kaufmann
1932 - 1935 Josef Strimitzer, vlg. Laimer, Bräuhof 12 Landwirt
1935 - 1938 Rudi Spieler jun., Bräuhof 42 Kaufmann

Rudi Spieler wurde nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten 1938 als Bürgermeister abgesetzt so wurde Grundlsee vom Bad Ausseer Bürgermeister Hans Wöll ab Mai 1938 vertreten. Seine Ansprechperson für die Grundlseer Bevölkerung war der damalige Ortsgruppenleiter Franz Hillbrand, vulgo Donifranzl. Nach Wöll's Einziehung zur Wehrmacht, war kurze Zeit, bis Kriegsende Mai 1945, der Apotheker Robert Schadler Bürgermeister von Bad Aussee und auch von Grundlsee. Von der amerikanischen Besatzungsmacht wurde dann im Mai 1945 der Grundlseer Salinenarbeiter Johann Amon, Bräuhof 70, als Bürgermeister der Gemeinde Grundlsee eingesetzt und verblieb er bis zur ersten Gemeindewahl nach dem 2. Weltkrieg 1950!

Die weiteren Bürgermeister
1950 - 1980 Leopold Köberl, vlg. Hausermann, Mosern 18 Zimmermeister
1980 - 1992 Franz Viertbauer, Gößl 156 Bergmann
1992 - 2004 Josef Amon, vlg. Halter, Bräuhof 139 ÖBB-Bediensteter
2004 - 2007 Albrecht Hillbrand Hausmeister
seit 2007 Herbert Brandstätter Polizeibeamter

Alle Ausseerlandgemeinden waren vom 1.10.1938 bis 1.7.1948 dem Land Oberösterreich (bis 1945 Oberdonau genannt) eingegliedert, und kamen dann wieder zur Steiermark.

Grundlsee am 2. August 1188 erstmals urkundlich erwähnt

.... HUJUS DONATIONIS APUD CHRUNGILSE, FACTE TESTES ... - die erste urkundliche Erwähnung von Grundlsee datiert vom 2. August 1188. An diesem Tag befand sich Herzog Ottokar IV, am Grundlsee und siegelte hier drei Urkunden, die allerdings beim großen Brand des Admonter Stiftes 1865 verbrannten. Im Stiftsarchiv gibt es aber im Kodex 475 eine Abschrift aus dem 13. Jahrhundert einer dieser 3 Urkunden. Wesentlich früher muß aber Grundlsee bzw. Ortsteile davon schon besiedelt gewesen sein. So wurde bei einer Zufallsgrabung des vulgo "Stöcklhauses" in Gaiswinkl ein Tonkrug gefunden, der nach Mitteilung von Dr. Hänsel vom Landschaftsmuseum Trautenfels in das 8. Jahrhundert datiert werden kann. Auch in Gößl wurde ähnliches gefunden. Überhaupt muß der Gaiswinkl ein geschichtsträchtiger Platz gewesen sein, wurden doch im inneren des ob genannten Hauses bei Renovierungsarbeiten unterhalb des Küchenbodens verschiedene Gegenstände aus der gleichen Zeit gefunden.

Die Grundlseer Fischerei

Zu der Zeit war der Fischfang im Grundlsee eine nicht unbedeutende Einnahme der Hallinger! Aus einer Urkunde von Friedrich III. aus dem Jahre 1425 erfahren wir, daß von den 16 Hallingern aber nur 8 das Fischrecht im Grundlsee hatten. Beim Hütter im Gasperlhof ist eine Hallingerurkunde vom 5.9.1442 erhalten. Wie sie dorthin kam ist unbekannt.
In einer Schenkungsurkunde vom 24.4.1450 an das Spital in Aussee, wird unter Punkt 4 vermerkt: "Item ein Gut, gelegen bei dem Grundlsee (KRUNGLSEE) (2) genannten Vorderau, darauf jetzt der alte Otter sitzt und dient jährlich 10 Schilling". Bemerkenswert ist die Ortsbezeichnung: Vorderau, heute Archkogl 3 - 5 (3), sowie der Name Otter. Beide sind in Grundlsee heute noch bekannt. Wolfgang Praun hatte von ungefähr 1450 bis 1476 die Fischerei in Grundlsee von den Hallingern = (Pächter der Sudpfannen) gepachtet und zahlte jährlich 32 Pfund Pfenninge und 1000 Saiblinge. 1476 bekam Andrä Wagen die Fischerei im Grundlsee gegen den gleichen Pacht (1 Pfund Pfenning = 8 Schilling = 240 Pfennige). 1493 vermachte Barbara Frosch am Grundlsee ihr ganzes väterliches Erbteil dem Spital in Aussee wegen der Aufnahme ihres Mannes Wolfgang zur Pflege. Auch der Name Frosch ist am Grundlsee noch heute bekannt.


Ende 15. Jahrhunderts war Grundlsee ein eigenes Amt

Kaiser Maximilian I setzte 1494 den Andrä Wagen wieder als Verweser ein. 8 Ämter führte er, unter anderem auch Grundlsee, welches er schon einmal (1476) als Pächter innehatte. Ende 15. Jahrhunderts war Grundlsee ein eigenes Amt und es wurde das erstemal ein Fischmeister genannt, der "Fischer Lenz". (Im Gegensatz zu Altaussee war die Fischerei im Grundlsee nie in Privatbesitz, sondern schon immer der Herrschaft gehörend).
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